Vorhängeschlösser am Brückenzaun:
Kunstaktion vom 30.4. bis 2.5. unterstreicht Bedeutung des urbanen Rituals

Auf der Hohenzollernbrücke hängen jeden Tag mehr Schlösser, Vorhängeschlösser, die am Brückengitter befestigt werden. Die Schlösser gehören zu einem urbanen Ritual. Es ist neu, selbstbestimmt und in allen seinen Formen positiv: es symbolisiert die Liebe von Paaren, bezeugt Freundschaft, übermittelt gute Wünsche, verweist auf Jahrestage, und vieles mehr. Oft stehen die Schlösser für ein Versprechen oder Gelübde, das durch das Werfen der Schlüssel in den Rhein besiegelt wird. Die Brücke ist Schauplatz des Rituals, aber inzwischen auch Ausflugsort und Pilgerstätte.

Die Künstlerin Gerda Riechert führt am 30. April, und 2. Mai auf der Hohenzollembrücke eine Kunstaktion dusch. Sie wird über den Schlössern am Rahmen des Brückenzaunes Streifen mit Fotographien der Schlösser und Frottagen von Schlüsseln aufhängen, zusammen mehr als hundert Meter. Durch die Aktion wird ein anderer Blick auf das Schlösser-Ritual ermöglicht. Sie ist aber auch eine Hommage an Köln, die Brücke und den Rhein.

 
 

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